TönniesFleisch, Spedition Wemhoff und Aktion Kinderträume spenden Sattelzugmaschine für Hilfskonvoi in die Ukraine

Freudige Gesichter gab es bei der Schlüsselübergabe für eine Sattelzugmaschine aus dem Fuhrpark der Spedition Wemhoff, auf die jetzt ein besonderer Einsatz wartet: Eine Fahrt in einem Hilfskonvoi in die Ukraine.

Gemeinsam mit dem Unternehmen TönniesFleisch und Aktion Kinderträume stellt Wemhoff dem Verein "Aktion Tschernobyl Pfreimd e.V." das Fahrzeug für den Transport von medizinischen Hilfsgütern in die 4000 Kilometer entfernete Stadt Narodice zur Verfügung. Der Verein (gegründet 1997 im bayerischen Pfreimd) hat es sich zur Aufgabe gemacht, hochwertige medizinische Güter, Hilfsmittel und Laborbedarf für die immer noch unter der Reaktorkatastrophe leidenden Menschen in Tschernobyl und der Umgebung zu sammeln. Seit 1991 macht sich einmal im Jahr ein Konvoi mit der gesamten Ausrüstung auf den Weg in die Ukraine. 24 Jahre nach dem Super-GAU erkranken immer noch jährlich Kinder an Schilddrüsenkrebs. Aber auch unter der gesellschaftlichen Krise des Landes leiden viele Menschen: Es fehlt an funktionierenden medizinischem Equipment, Betten und häufig sogar an Kleidung. "Ein Jahr lang sammeln unsere Mitglieder von `Aktion Tschernobyl Pfreimd´ Spenden und medizinische Gerätschaften für den Hilfstransport", erklärt Dieter Kühling. In diesem Jahr gehen unter anderem auch 160 gebrauchte Zahnarzt-Behandlungsstühle der Universität Regensburg mit auf den Weg.

Nicht nur beim Sammeln der medizinischen Ausrüstung, auch für Transport und Logistik ist der Verein jedes Jahr auf Unterstützung angewiesen. "Als wir von dem Hilfskonvoi erfuhren mit der Bitte um Unterstützung dieser Aktion, haben wir uns sofort entschlossen eine Sattelzugmaschine für den Transport beizusteuern", so Wemhoff Geschäftsführer Marcus Stühlinger. Gemeinsam mit dem Unternehmen TönniesFleisch Aktion Kinderträume übernimmt das Rheda-Wiedenbrücker Unternehmen den Aufwand für den Verleih der Zugmaschine.

20 ehrenamtliche Helfer aus dem gesamten Bundesgebiet werden mit den insgesamt acht Sattelzugmaschinen plus Anhängern und vier Begleitfahrzeugen circa neun Tage "auf Achse" sein, bevor sie mit den medizinischen Hilfsgütern und Gerätschaften sowie zahlreichen Geschenkpäcken ihr Ziel erreichen.