Julias Fortschritte dank ADELI-Therapie

Die 13jährige Julia, eine Zwillingsgeburt, kam mit einer infantilen spastischen Tetraparese (Lähmung aller vier Extremitäten) zur Welt. Ihre Zwillingsschwester Anne verstarb im Alter von drei Monaten, aber Julia konnte nach fünf Monaten aus der Klinik entlassen werden. Um sie zu kräftigen und ihren extrem hohen Muskeltonus zu senken, ließen ihre Eltern sie an mehreren konduktiven Förderungen (ganzheitliche Mehrfachtherapie) teilnehmen. Mit jeder Sitzung machte Julia Fortschritte.

Nachdem die Familie von einer Meerwasserauftriebstherapie gelesen hatte und auch Julias Kinderärztin und Physiotherapeutin diese Behandlung für eine außerordentlich gute Methode hielten, nahm sie an einer Behandlungsserie teil. Danach war ihr Muskeltonus erheblich besser und nach einer weiteren Förderwoche konnte sie Bewegungsabläufe besser durchführen und zusätzliche Bewegungsmuster erlernen, ihre Spitzfußhaltung war fast geheilt. Sie war selbstbewusster, ihre gesamte Körperhaltung verbessert und sie konnte sogar kurze Strecken am Rollator laufen.

Nach sieben Behandlungseinheiten im Oktober und November 2002 im Meerwasserbad und einer anschließenden vierwöchigen Therapie in Berlin ging es Julia erheblich besser. Doch sie konnte die so hart erarbeiteten Forschritte nicht halten. Deshalb suchten ihre Eltern nach einer neuen Therapieform und fanden die ADELI-Therapie in der Slowakei.

Dreimal war Julia bisher dort, mit großem Erfolg. Im Sommerkurs konnte sie zudem drei Probesitzungen einer Brain-Feedbeck-Therapie wahrnehmen, die die Gedächtnis- sowie die Konzentrationsleistung erhöhen soll. Tatsächlich war es Julia eine Woche nach Behandlungsbeginn möglich, Wörter silbenweise zu lesen. Zuvor musste sie jedes Wort buchstabieren.

Die Gesamttherapiedauer beläuft sich auf sechs Tage pro Woche, fünf Stunden pro Tag. Zwei Stunden davon für die intensive Physiotherapie im sogenannten ADELI-Anzug. Die größte Besserung zeigt sich im Bereich der Körperhaltung und Motorik. Julia kann ihren Kopf allein halten und auch ihre Fingerfertigkeit hat sich verbessert.

Weil die Therapieblöcke für Julia eine große Chance auf eine weitere Besserung sind, möchten ihre Eltern sie gern beibehalten. Da sie in ihren finanziellen Möglichkeiten jedoch sehr eingeschränkt sind, spendet Aktion Kinderträume für die Fortsetzung der ADELI-Therapie EUR 1.918,00.

Ergänzung:

Julias Fortschritte mit der Meerwasserauftriebs-Therapie waren so positiv, dass die Familie um Unterstützung zur Durchführung weiterer Einheiten bat. Dieses Projekt wurde im Rahmen einer Spendenaktion von der Schweizer Walter F. Blüchert Stiftung mit einer Spende in Höhe von EUR 3.318,00 unterstützt.