Unterstützung für Arbeit in Buenos Aires

Als Julian Möller davon berichtete, dass er bald nach Argentinien aufbrechen und dort ein Jahr lang freiwilligen Friedensdienst in Buenos Aires leisten wolle, war Aktion Kinderträume klar: Hier nimmt jemand seine Sache ernst und handelt, anstatt zu resignieren. Dieser Wagemut hat Aktion Kinderträume stark beeindruckt, weshalb die Arbeit von Julian Möller mit EUR 500,00 unterstützt wird.

Zusammen mit zwei weiteren Freiwilligen aus Deutschland wird Julian Möller in dem Tagesheim "Casa San Pablo" tätig sein. Er möchte dazu beitragen, Jugendliche von Drogen und Prostitution fernzuhalten. "Bei meinem Konfirmandenunterricht in der evangelischen Kirchengemeinde Rheda habe ich gelernt, dass Nächstenliebe sehr wichtig für unsere Gesellschaft ist. In Buenos Aires werde ich Kinder und Jugendliche betreuen, mit ihnen Hausaufgaben machen und spielen." Sprachliche Probleme fürchtet er nicht: Seit drei Jahren lernt der Rheda-Wiedenbrücker Spanisch in der Schule.

Nach seinem Jahr in Argentinien, wo er in seiner Freizeit auch reisen wird, will Herr Möller im Ausland arbeiten.

Nachtrag aus Juli 2009:

Julian Möller berichtet uns per Rundbrief aus dem argentinischen Herbst über seine Erlebnisse. Die Arbeit mit Jugendlichen aus den Armenvierteln macht ihm viel Spaß - und sie trägt Früchte. Auf der Tagesordnung des freiwilligen Helfers stehen Aktionen, Diskussionsrunden und Ausflüge mit Jugendgruppen. Hier erfährt er, dass Jugendliche jeden Tag mit ganz anderen Ängsten umgehen müssen, als beispielsweise Teenager in Deutschland:

Drogen und Gewalt sind allgegenwärtige Begleiter der Jugendlichen. Die Gefahr, ausgeraubt und dabei an- oder in einer Auseinandersetzung sogar erschossen zu werden, ist sehr hoch. Zudem entpuppt sich die argentinische Polizei nicht gerade als schützender "Freund und Helfer", im Gegenteil: Jugendliche werden ohne Nennung von Gründen verhaftet und festgehalten. Einigen werden Waffen untergeschoben, damit ein offizieller Grund für die Festnahme vorliegt. Umso wichtiger ist es, einen Ansprechpartner zu haben, dem man vertrauen kann. Der zuhört. Und der dabei hilft, die eigenen Ängste und Probleme zu bewältigen.

Von der lockeren Lebensart und der allgegenwärtigen Hilfsbereitschaft der Argentinier habe er sich bereits inspirieren lassen, berichtet Julian Möller.