Julia kam als eineiiger Zwilling in der 24. Schwangerschaftswoche zur Welt – ein winziges, zerbrechliches Leben, das sich von Anfang an dem Überlebenskampf stellte. Ihre Schwester Ann-Katrin, die mit ihr das Leben begann, starb einen Tag nach der Geburt. Seitdem kämpft Julia unermüdlich. Seit 14 Jahren ist ihr Leben geprägt von Herausforderungen, Rückschlägen und immer wieder notwendigen Operationen.
Julia leidet an zahlreichen, schweren gesundheitlichen Beeinträchtigungen, die ihr Leben täglich bestimmen: geistige und körperliche Behinderungen, strukturelle Epilepsie, Sehstörungen und Strabismus, Entwicklungsverzögerungen, sowie eine Reihe weiterer körperlicher und neurologischer Einschränkungen. Sie ist immer auf ihren Rollstuhl angewiesen und benötigt rund um die Uhr Pflege und Unterstützung. Trotz all dieser Belastungen zeigt sie eine bemerkenswerte Lebenswillenskraft. Doch die Anforderungen an ihre Pflege sind enorm.
Seit der Geburt trägt ihre Mutter die Verantwortung für Julias Betreuung. Doch mit der Zeit ist auch sie immer mehr an ihre körperlichen und emotionalen Grenzen gestoßen. Neben der Pflege ihrer Tochter leidet sie selbst an ernsthaften gesundheitlichen Problemen: Arthrose in der Lendenwirbelsäule, Diabetes, Bluthochdruck, Schlafapnoe, eine Darmerkrankung sowie ein gutartiger Hirntumor stellen ihre Kräfte zunehmend auf die Probe. Ihre eigene Gesundheit lässt ihr kaum noch Raum, um die tägliche Belastung zu tragen.
Julias Vater hat ebenfalls mit schweren gesundheitlichen Problemen zu kämpfen. Nach einer Hüftoperation im Jahr 2024 darf er seitdem nur noch sehr wenig heben und ist in seinen Bewegungen eingeschränkt. Rückenbeschwerden und eine Krebserkrankung, die regelmäßige Bestrahlungen und Laserbehandlungen erfordert, erschweren seine Fähigkeit, Julia zu unterstützen. Die Last, Julia jeden Tag die Treppe hinauf- und hinunterzutragen, ist für ihn nicht mehr tragbar, da er selbst unter starken Schmerzen leidet und seine körperliche Belastbarkeit weit überschritten ist.
Die Familie lebt in einer Wohnung, die nur über eine steile Treppe zu erreichen ist. Der Rollstuhl von Julia wiegt 15 kg, und Julia selbst hat inzwischen mehr als 55 kg erreicht. Diese physische Herausforderung ist eine tägliche Belastung für ihre Eltern. Doch durch eine Hausmodernisierung, die von der Wohnungsgesellschaft durchgeführt wurde, gab es endlich einen Lichtblick: Die Familie erhielt einen Balkon, der nun die Möglichkeit bietet, einen Hublift zu installieren. Ein Hublift würde es Julia ermöglichen, die Treppen problemlos zu überwinden, was eine enorme Erleichterung für die Familie und vor allem für Julias Eltern bedeuten würde.
Doch die Installation des Hublifts ist mit erheblichen Kosten verbunden – Kosten, die die Familie nicht alleine tragen kann. Aus diesem Grund hat Julias Mutter nun um finanzielle Unterstützung gebeten. Sie hofft auf Hilfe, um diesen wichtigen Schritt in Richtung mehr Lebensqualität für Julia und weniger Belastung für die Familie zu ermöglichen.
Die Herausforderungen, die die Familie Tag für Tag meistert, sind unfassbar. Doch der Wunsch nach einem besseren Leben für Julia, nach ein wenig mehr Erleichterung und Lebensqualität, ist ungebrochen. Ein Hublift könnte nicht nur die Mobilität von Julia verbessern, sondern auch die Lebensqualität der gesamten Familie enorm steigern. Es ist ein Schritt in eine Zukunft, in der die körperlichen und emotionalen Belastungen etwas leichter zu tragen sind.
Aktion Kinderträume beteiligt sich mit 1.500 Euro an den Einbaukosten.




