Aktion Kinderträume trägt Licht der Hoffnung weiter
Rheda-Wiedenbrück, 29. Juni 2026 – Der Kinder-Lebens-Lauf, Deutschlands größte Inklusionskampagne, ist am Montag beim Verein „Aktion Kinderträume” in Rheda-Wiedenbrück angekommen. Die Fackel-Tour, die alle zwei Jahre auf die wichtige Kinderhospizarbeit aufmerksam macht, war am 16. April am Brandenburger Tor in Berlin gestartet und bewegt sich über 7.000 Kilometer durch Deutschland, Osterreich, die Schweiz und Luxemburg. In Rheda-Wiedenbrück nahm Margit Tönnies, Schirmherrin des Vereins „Aktion Kinderträume”, die sogenannte Engelsfackel vom Team des Ambulanten Kinderhospizdienstes Osnabrück entgegen.
„Die Engelsfackel hier in Rheda-Wiedenbrück entgegenzunehmen, ist ein bewegender Moment”, betonte Margit Tönnies bei der Übergabe. „Der Kinder-Lebens-Lauf zeigt eindrucksvoll, dass keine Familie diesen schweren Weg allein gehen muss.
Indem wir die Fackel weitertragen, bauen wir Brücken, bauen Berührungsängste ab und holen die Kinder und ihre Angehörigen mitten in unsere Gesellschaft”, betonte sie.
Während des Inklusionslaufs wird die Engelsfackel von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit lebensverkürzenden Erkrankungen, deren Angehörigen, Mitarbeitenden von Kinderhospizen, Botschaftern und zahlreichen Freiwilligen getragen. Die Aktion, die vom Bundesverband Kinderhospiz organisiert wird, macht vor allem die oft im Verborgenen stattfindende Arbeit in den entsprechenden Einrichtungen sichtbar. In Rheda-Wiedenbrück standen die Kinder der betriebseigenen Kita der Premium Food Group Spalier, als die Fackel in der Tonnies-Arena eintraf. Aus den Lautsprechern des Fußball-Stadions ertönte der weltweit als Kinderhymne bekannte Song „We are the World”.
Ein berührender Moment für ein ernstes, aber häufig verschwiegenes Thema in Deutschland.
Jürgen Dusel, Beauftragter der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen, unterstrich daher auch zum Auftakt der Reise:
„Nur, wenn die Bedarfe von jungen Menschen mit lebensverkürzenden Krankheiten sichtbar sind, kann gesellschaftliche Teilhabe gelingen. Die voraussichtliche Länge oder Kürze eines Lebens schränkt das Recht auf Teilhabe nicht ein.” Schirmherrin Elke Büdenbender, Ehefrau unseres Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier, mahnte in ihrem Grußwort zu mehr Offenheit: „Wir als Gesellschaft müssen lernen, mit den Themen Krankheit und Tod, die nun einmal zum Leben dazu gehören, umzugehen. Wir müssen gemeinsam laut und stark für Sichtbarkeit und Teilhabe der betroffenen Familien sein.”
Am Dienstag wird das Team des Vereins „Aktion Kinderträume” die Fackel zur Vestischen Kinder- und Jugendklinik Datteln bringen. Von dort zieht die Tour weiter durch die Republik. In Deutschland leben rund 100.000 Familien mit der Diagnose einer unheilbaren Erkrankung ihres Kindes – für sie ist der Kinder-Lebens-Lauf ein Licht der Hoffnung, das weit über das Ende der diesjährigen Tour am
10. Oktober im Europa-Park Rust hinaus leuchten wird.
„Aktion Kinderträume” ist bereits zum dritten Mal Teil der Reise der Engelsfackel. Der Verein, den Clemens Tonnies und Uli Hoeneß 2004 gemeinsam mit Geschäftspartnern gegründet haben, hat es sich zur Aufgabe gemacht, lebensbegrenzt erkrankte Kinder, Jugendliche und ihre Familien zu unterstützen, indem er gezielt besondere Wünsche oder Träume erfüllt. „Bei diesem Engagement arbeiten wir eng mit dem Bundesverband Kinderhospiz zusammen. Denn eins verbindet alle von uns unterstützen Familien – ihre Kinder sind schwersterkrankt und die verbleibende gemeinsame (Lebens) Zeit ist begrenzt”, betont Margit Tönnies.

















